Heute verabschieden wir uns schon wieder von der Gold Coast. Vorher wollen wir aber noch das höchste Hochhaus der Südhalbkugel in Augenschein nehmen. Ich habe nochmal recherchiert, weil es mir komisch vorkam, aber es scheint tatsächlich noch so zu sein. Der Q1 Tower ist mit seinen 323 Metern nicht einmal unter den 100 höchsten Hochhäusern der Welt gelistet, aber die befinden sich tatsächlich alle auf der Nordhalbkugel. Betrachtet man die höchsten Bauwerke der Welt, zu denen auch Türme zählen, ist der Fernsehturm Sky Tower in Auckland mit 328 Metern Höhe fünf Meter höher, damit wäre der Q1 Tower das zweithöchste Bauwerk der Südhalbkugel. In Westaustralien gibt es bei der Ortschaft Exmouth noch einen Sendeturm einer Seefunkanlage der US-Marine, der mit 388 Metern Höhe noch höher ist, aber nicht zu den Gebäuden zählt.
Wir fahren also zunächst vom Stadtteil Mermaid Beach aus nach Norden in den Stadtteil Surfers Paradise.
Wir finden sofort einen Parkplatz direkt an der Strandpromenade und umrunden einmal das Hochhaus.



Der Eintritt zur Aussichtsterrasse in 230 Metern Höhe soll pro Person 45 Dollar kosten. Angesichts der Tatsache, dass ich wegen meiner Höhenangst sowieso nicht viel davon hätte, unterlassen wir den Besuch lieber und bummeln noch etwas an der Strandpromenade entlang.




Dann brechen wir auf zu unserem letzten Reiseziel unserer diesjährigen Rundreise durch Queensland. Wir wollen noch die Küstenorte Wynnum und Manly an der Moreton Bay östlich von Brisbane besuchen.
In Wynnum gibt es einen Boardwalk – also einen Bohlenweg – durch einen Mangrovenwald vor der Küste. Dorthin fahren wir zuerst. Wir schlendern über den Pfad und lernen dabei allerlei interessante Dinge über die Flora und Fauna der Mangrovenwälder kennen.








Leider ist zur Zeit unseres Spaziergangs Niedrigwasser, sodass wir keine Fische oder andere Meerestiere im flachen Wasser zu sehen bekommen.
Dann fahren wir nach Manly. Dort gibt es eine sehr ausgedehnte Marina, die wir uns zunächst ansehen.



Schließlich bummeln wir noch auf dem Wellenbrecher vor der Hafeneinfahrt entlang bis zu dessen Ende. Als wir dort ankommen, spielt gerade eine größere Gruppe von Delfinen im Wasser vor der Hafeneinfahrt.




Schließlich fahren wir nach Wynnum zurück, um dort noch die Pier und den an der Promenade gelegenen Wading Pool zu besichtigen. Leider ist die Pier aktuell wegen Instandsetzungsarbeiten am Geländer geschlossen, sodass wir sie nicht begehen können.



Der Wading Pool ist ein flaches, mit Seewasser gefülltes Becken an der Promenade, das ein idealer Tummelplatz für den Besuch mit Kindern zu sein scheint.
Wir fahren dann zu unserem Motel und checken ein. Das Zimmer ist wieder einmal sehr schön. Es ist geräumig und gut ausgestattet.
Zum Abendessen fahren wir noch einmal nach Manly zurück. Als wir die Breakwall besucht haben, sind wir dort am Manly Boathouse, einem Fischrestaurant, vorbeigekommen und hatten schon beschlossen, dort heute zu Abend zu essen. Nachdem uns auch die Wirtin des Motels den Tipp gegeben hatte, dort das Abendessen einzunehmen, ging es ja nun fast nicht mehr anders.
Das Restaurant, das mehr wie ein Imbiss konzipiert ist, bietet die Möglichkeit, sich aus vielen verschiedenen Meeresfrüchten – ähnlich wie Tapas – eine eigene Auswahl zusammenzustellen. Davon machen wir gern Gebrauch und so gibt es für uns Jacobsmuscheln, frittierte und gekochte Garnelen und Kalamari zu essen. Gern hätten wir auch noch einen Moreton Bay Bug gegessen, den wir in Victor Harbor schon auf unserer Fischplatte hatten, doch die waren leider schon alle aufgegessen.
Beim Essen können wir auch noch den Blick in die Ferne schweifen lassen, wo die Küstenlinie der Moreton Bay und die beleuchteten Hafenanlagen von Brisbane zu sehen sind.

Das ist jetzt wahrscheinlich wieder der letzte Bericht für mindestens eine Woche. Morgen fliegen wir von Brisbane aus nach Newcastle zurück und verbringen noch einmal eine Woche bei Rebecca und ihrer Familie. Nächsten Dienstag fahren wir dann nach Sydney, wo wir für zwei Übernachtungen bleiben. Wahrscheinlich schreibe ich am Mittwoch noch einmal, bevor wir dann am Donnerstag den Rückflug Richtung Heimat antreten.


