Heute verlassen wir das „Hinterland“ (das heißt hier in Australien tatsächlich auch so, der deutsche Begriff wurde einfach übernommen) und fahren direkt an die Gold Coast.
Unser Aufenthalt dort beginnt ähnlich wie der in Noosa Heads mit der Suche nach einem Parkplatz. Hier haben wir allerdings mehr Glück, bereits nach ca. 15 Minuten finden wir eine freie Parklücke auf einem Parkplatz an der Strandpromenade, der sogar für drei Stunden kostenlos ist.
Nach dem Sunshine an der Sunshine Coast hatte ich ja erwartet, dass hier das Gold am Strand liegt, aber da wurde ich leider enttäuscht. Hier liegt leider auch nur Sand am Strand.

Das Gold tragen wohl eher die Massen von Touristen hierher, die auch jetzt – quasi mitten im australischen Winter – hier unterwegs sind. Die Skyline von Surfers Paradise steht der von Brisbane jedenfalls in nichts nach. Hier steht auch mit dem 323 Meter hohen Q1-Tower – das Gebäude rechts im Bild mit der Antennenspitze – das höchste Gebäude auf der Südhalbkugel.

Apropos Winter, das ist hier in Australien wirklich spannend zu beobachten: Gehen zwei junge Frauen nebeneinander an der Strandpromenade entlang. Eine der beiden trägt ein Bikinitop, Hot pants und Flip Flops, die andere eine Daunenjacke und Ugg Boots. Das ist kein Witz, das haben wir heute tatsächlich so gesehen.
Die Stadt Gold Coast ist ein Kunstgebilde. Sie wurde Ende der 1950er Jahre aus einer Ansammlung von kleineren Siedlungen entlang der Küste gebildet und ist mittlerweile nach Brisbane die zweitgrößte Stadt in Queensland. Wir fahren zunächst an das südliche Ende der Stadt in den Ortsteil Burleigh. Dort liegt mit Burleigh Heights ein felsiges Kap an der Küste, das mit subtropischem Regenwald bewachsen ist und einen Aussichtspunkt zur Walbeobachtung bietet. Dort haben wir eine kleine Wanderung geplant.
Die Wanderung, die eher ein Spaziergang ist, führt auf einem befestigten Weg zunächst um die Spitze des Kaps herum und dann de Hügel hinauf.
Anders als gestern, wo uns auf unserer Wanderung nur sehr wenige Menschen überhaupt begegnet sind, sind hier – wie in Noosa Heads – Scharen von Menschen unterwegs. Auch der Regenwald ist hier nicht so beeindruckend. Trotzdem ergibt sich doch das eine oder andere schöne Motiv.






Nachdem wir den Hügel erklommen haben, erreichen wir auch den Aussichtspunkt für die Walbeobachtung.
Dort steht auch gerade eine Gruppe von Ozeanologen, die intensiv Ausschau halten. Und tatsächlich sind vor der Küste Buckelwale unterwegs, die jetzt zu dieser Zeit von Ihren Futterplätzen im südlichen Ozean in nördliche Richtung migrieren, um im wärmeren Wasser ihre Kälber zu gebären. Leider ist mein Teleobjektiv nicht stark genug, um die Wale nahe genug heranzuholen. Aber man sieht immer wieder das Wasser stieben, wenn sie ihre Körper aus dem Wasser heben.



Dafür kreist über dem Beobachtungspunkt ein großer Greifvogel, wahrscheinlich ein Black Kite (Schwarzmilan), den ich wesentlich besser vor die Linse bekomme.

Nachdem wir die Runde beendet haben, gehen wir in den Ort, um eine Kleinigkeit zu essen. Wir kommen bei den Fish Mongers vorbei – auch wenn wir nicht in Dublin’s fair City sind – und beschließen, hier Fish & Chips zu essen.
Dann bummeln wir noch ein Stück über die Strandpromenade, auf der heute Markt ist.
Schließlich ist unsere Parkzeit abgelaufen. Während wir gegessen haben, konnten wir eine kommunale Angestellte beobachten, die eifrig Strafzettel an Parksünder verteilte. Wir fragen uns, wie sie wohl feststellt, wer die Parkzeit überschritten hat. Monika fällt auf, dass sie die Reifen der Fahrzeuge ansieht und bei genauerem Hinsehen stellen wir fest, dass sie offensichtlich bei einer vorherigen Runde Kreidemarkierungen auf den Reifen angebracht hat. Wer jetzt immer noch dort steht, hat die Parkzeit überschritten.
Auf unseren Reifen befinden sich keine Markierungen. Trotzdem verlassen wir jetzt den Parkplatz und den Stadtteil Burleigh und fahren zu unserem Hotel, das im Stadtteil Mermaid Beach (Meerjungfrauen-Strand) liegt. Dort kommen wir um kurz vor 14:00 Uhr an. Die Zeit für das Check In beginnt um 14:00 Uhr. Während wir noch im Auto sitzen und warten kommt auch schon der Besitzer und deutet uns an, dass wir auch schon früher einchecken können.
Wir beziehen unser Zimmer, trinken einen Kaffee und machen dann noch einen kleinen Spaziergang zum Strand, der hier Nobby’s Beach heißt.
Schließlich kehren wir zu unserem Hotelzimmer zurück und für den Rest des Tages machen wir einen faulen Nachmittag.
Zum Abendessen haben wir einen Tisch beim Nobby’s Beach Surf Life Saving Club bestellt.

Der Club wird von einer Organisation betrieben, die unserer DLRG ähnlich ist. Für einen geringen Preisaufschlag kann man auch dann dort auch essen und trinken, wenn man nicht Mitglied im Club ist. Wir haben einen Tisch am Fenster reserviert, aber leider kann man draußen, auch wenn Vollmond ist, nicht viel erkennen. Was wir allerdings sehen ist, dass inzwischen wohl Hochwasser ist, denn wo wir vorhin noch über den relativ breiten Strand gegangen sind, spülen die Wellen jetzt fast bis an die Dünen.
Nach den vielen frittierten Speisen der letzten Zeit ist uns mal nach etwas Abwechslung. Daher gibt es ein Currygericht für Monika und für mich Bandnudeln in Sweet Chili Soße, beides mit King Prawns. Die Speisen sind sehr lecker und auch der Wein, den wir uns dazu genehmigen mundet uns.
Den Spaziergang in Burleigh Heads und den Stadtbummel könnt ihr euch auch wieder auf Komoot ansehen:




Hier läuft im Moment immer Werbung für eie Lotterie, in der man ein Mehrfamilienhaus im Wert von 15 Millionen Dollar an der Gold Coast gewinnen kann. So schön das ganzjährige warme Wetter auch ist, leben würde ich da glaube ich nicht wollen, das wäre mir zu touristisch.
Da stimme ich dir zu. Dauerhaft leben möchte ich hier auch nicht.
Ob einer von den Buckelwalen Timmy heißt? 😀
Das klingt auf jeden Fall nach einem sehr entspannten Tag und das Abendessen hört sich auch lecker an! Gab es die King Prawns bei euch nicht letztes Jahr in Norwegen auch schon?
Ja, das stimmt. Wobei die in Norwegen ja nicht heimisch sind.