Einmal im Jahr wird in Altenbeken am Bahnhof und in der Stadt das bekannte Fest „Vivat Viadukt“ veranstaltet. Neben den mit der Eisenbahn verbundenen Aktivitäten am Bahnhof und im ehemaligen Bahnbetriebswerk gibt es auch eine Festmeile, Verkaufsstände, Ausstellungen und eine Showbühne.
Ich hatte bereits mehrfach von dieser Veranstaltung gehört, konnte mich aber nie wirklich entschließen, das Fest mal zu besuchen. Gestern habe ich mich dann spontan aufgemacht und bin nach Altenbeken gefahren.
Unter Nutzung des Deutschlandtickets führte mich die Anreise auf der S1 von Haste zunächst bis nach Weetzen um dort in die S5 in Richtung Paderborn umzusteigen, die mich bis nach Altenbeken brachte.
Bereits bei der Ankunft dort auf Gleis 2 zeigte sich das erste Highlight der Veranstaltung. Auf eine Schaugleis im Bahnhof waren verschiedene historische Elektrolok sowie eine Diesellok der BR 212 aus dem DB-Museum Koblenz-Lützel abgestellt.




„Star“ dieser Ausstellung war für mich die E03 001 des DB-Museums Koblenz. Mit dieser Lokomotive – einer der ersten „InterCity“-Lokomotiven – begann Anfang der 1970er Jahre in Deutschland der Reisezugverkehr mit Spitzengeschwindigkeiten von 200 km/h. Die markante Lackierung in rot und beige dürfte vielen insbesondere vom legendären „Rheingold“ in Erinnerung sein.

Auf dem Gelände des Bahnhofs waren darüber hinaus mehrere Info- und Verköstigungsstände aufgebaut.
Kernstück der Veranstaltung war die Ausstellung historischer Lokomotiven im ehemaligen Bahnbetriebswerk Altenbeken. Das Betriebswerk wird von der Stiftung Historische Bahnbauten unterhalten, die dort auch eine größere Anzahl von Dampf- und Diesellokomotiven beherbergt. Zusätzlich wurden dort auch mehrere Lokomotiven anderer Eisenbahngesellschaften ausgestellt.





In dem zum Betriebswerk gehörenden achtständigen Ringlokschuppen waren vier Diesellokomotiven der BR V 200 und vier Dampflokomotiven ausgestellt.



Die Feuerwehr Altenbeken hat im Betriebswerk ein Zwei-Wege-Fahrzeug Straße/Schiene präsentiert.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden darüber hinaus Sonderzugfahrten mit einem historischen Personenzug zwischen Altenbeken und Paderborn angeboten.

Vom Bahnhof in die Stadt hinunter führt die sogenannte „Festmeile“ mit Verkaufs- und Informationsständen, einer Ausstellung historischer Traktoren und einer Bühne. Dort war am Nachmittag allerdings noch nicht so viel los.
Mein Rückweg führte mich dann auf einer anderen Strecke mit der Eurobahn von Altenbeken nach Herford. Dort wechselte ich dann auf den RE 70 der Westfalenbahn, der mich wieder in die Heimat brachte.
Mein Fazit: Eine Veranstaltung, die man sich durchaus ansehen kann. Ich war froh, dass das Wetter recht wechselhaft war. Ich kann mir vorstellen, dass das Gelände an einem sonnigen Tag ziemlich überlaufen gewesen wäre.