Hallo zusammen, wie ich bereits in den vorherigen Beiträgen angekündigt habe, sind wir mal wieder auf großer Reise am anderen Ende der Welt unterwegs. Ich werde mich bemühen, hier wieder täglich einen Bericht „abzuliefern“, kann euch aber nicht versprechen, dass das auch tatsächlich klappt.
Heute zum Beispiel fällt es mir schon recht schwer, und das liegt nicht an dem halben Glas Wein, das ich vorhin getrunken habe. Es ist hier jetzt 16:45 Uhr, und ich bin so müde, dass ich fast aus dem Sessel kippe. Aber der Reihe nach…
Angefangen hat unsere Reise am Freitagnachmittag. Victoria hat uns mit ihrer Großraumlimousine vom Typ Fiat 500 mitsamt unseres nicht gerade schmalen Gepäcks nach Hannover zum Flughafen gebracht. Wie immer waren wir zwei Stunden vor Abflug am Flughafen, obwohl eine Stunde auch bequem gereicht hätte.
Von dort aus ging es dann zunächst nach Frankfurt. Wegen günstigen Rückenwinds dauerte der Flug gerade mal 35 Minuten. In Frankfurt hatten wir dann zweieinhalb Stunden Zeit, bevor es in den Flieger nach Singapur ging, das auf dieser Reise unser „Umsteigebahnhof“ ist.
Bei dem Flugzeug für den Flug von Frankfurt nach Singapur handelte es sich um eine bereits 25 Jahre alte Boeing 747. Der Flug sollte planmäßig gut 12 1/2 Stunden dauern, der Flugkapitän kündigte aber bereits bei der Begrüßung an, dass wir wegen günstiger Windverhältnisse auf dem Weg schneller in Singapur ankommen werden. Das war dann auch tatsächlich der Fall. Bereits nach etwas weniger als 12 Stunden hatte der Flieger in Singapur aufgesetzt. Der Weg von der Landebahn zum Terminal zog sich dann aber doch noch erheblich hin.
Der Flughafen in Singapur bietet eine große Anzahl von Attraktionen. Wir hatten hier planmäßig einen Aufenthalt von sechs Stunden. So hatten wir uns bereits im Vorfeld informiert, was dort alles zu erleben ist.
Monika hatte herausgefunden, dass es dort nicht nur verschiedene Gärten – unter anderem einen Schmetterlingsgarten – im Flughafen gibt, sondern sogar ein Schwimmbad. Wir machten uns also auf den Weg durch die verschiedenen Terminals. Dazu nutzen wir autonom fahrende Schienenbahnen, die die einzelnen Terminals miteinander verbinden. Die folgenden Fotos zeigen einige Eindrücke vom Gang durch den Flughafen.





Besonders angetan sind wir vom Besuch im Schmetterlingsgarten. Die Anlage erstreckt sich in einem größeren Raum über zwei Etagen im Gebäude. Zwischen tropischen Pflanzen fliegt dort eine Vielzahl von in Singapur heimischen Schmetterlingen frei herum.









Schließlich finden wir im Terminal 1 auch den angekündigten Swimmingpool.
Wir nehmen ein erfrischendes Bad und gönnen uns ein Getränk von der Poolbar. Nach dem langen Flug tun die Entspannung im Wasser und die anschließende Dusche richtig gut. Wir halten uns eine ganze Weile dort auf und erst, als es draußen langsam dunkel wird, kehren wir wieder in das Flughafengebäude zurück.




Nach dem Besuch am Pool essen wir noch etwas und fahren dann erneut mit der Bahn zu unserem Abfluggate.
Auch das Flugzeug ist bereits da, allerdings verspätet sich der Abflug nach Adelaide, da noch auf verspätete Anschlussreisende aus Shanghai gewartet werden muss.
Auch auf dem Flug nach Adelaide, der insgesamt nur sechs Stunden dauert, sind die Windbedingungen so günstig, dass wir trotz des verspäteten Abflugs sogar noch etwas zu früh dort ankommen.
Nach der Landung geht es natürlich erst einmal zum Gepäckband, um die Koffer abzuholen. Als wir dort ankommen, befinden sich bereits recht viele Koffer auf dem Band. Unsere sind jedoch nicht dabei. Es dauert eine ganze Weile, bis endlich einer der beiden Koffer auf dem Band erscheint. Der zweite bleibt jedoch verschwunden. Die Gepäckabholung leert sich zusehends und schließlich liegen nur noch einzelne Koffer auf dem Band, die immer wieder im Kreis fahren. Wir befürchten schon das Schlimmste. Es stehen aber immer noch einige Menschen am Band, die offensichtlich auch noch auf Koffer warten. Schließlich rumpelt es draußen und das Band füllt sich wieder. Offenbar hatte man noch einen Container mit Gepäck gefunden, bei dem dann endlich auch unser zweiter Koffer dabei ist.
Wir begeben uns dann zur Einwanderungskontrolle. Die läuft inzwischen für alle Inhaber eines elektronischen Passes völlig automatisiert ab. Man scannt den Pass in einem Lesegerät und beantwortet einige auf dem Bildschirm angezeigte Fragen (selbstverständlich automatisch in die deutsche Sprache übersetzt!) Der Automat macht ein aktuelles Lichtbild und dann kann man auch schon die Schranke passieren.
Danach versuchen wir zunächst erfolglos, unsere von der letzten Reise mitgebrachten australische SIM-Karten für die Smartphones wieder zu aktivieren. Das funktioniert allerdings leider nicht. Leider gibt es auch im Flughafen – im Gegensatz zu unseren früheren Besuchen – keine Möglichkeit mehr, direkt vor Ort SIM-Karten zu kaufen. So holen wir erst einmal unseren Mietwagen ab und fahren zu Aldi, um uns dort mit den Lebensmitteln für die ersten Tage in unserem Appartement in Adelaide einzudecken. Glücklicherweise werde dort auch SIM-Karten verkauft, von denen wir zunächst mal eine erwerben.
Inzwischen ist es nach 10:00 Uhr und die Hotelrezeption ist besetzt. Daher fahren wir weiter zum Hotel und können zu unserer großen Freude dort tatsächlich schon einchecken und unser Appartement beziehen.
Gegen Mittag brechen wir mit dem kostenlosen Bus in die Stadt auf, um erste Impressionen zu sammeln und noch ein paar Einkäufe zu erledigen.


Auf den ersten Blick sieht die Stadt sehr ansprechend aus. Wie in anderen australischen Großstädten gibt es auch hier eine bunte Mischung aus alter und neuer Bausubstanz. Hier werden wir im Laufe der nächsten Tage sicher noch intensiver unterwegs sein und natürlich auch berichten.
Nach einem kurzen Bummel durch den botanischen Garten erreichen wir – welche ein Zufall – das National Wine Center of Australia.





Dort kann man sich an Ausschankautomaten selbstständig aus ca. 100 verschiedenen australischen Weinen Weinproben zapfen, die am Ende über eine Karte abgerechnet werden. Man steckt die Karte in den Automaten, wählt den Wein, den man probieren möchte und die Menge (25 ml, 100 ml oder 200 ml), die man trinken möchte und kann sich so einen Eindruck von den angebotenen Weinen machen. Natürlich sind die Weine dort auch käuflich zu erwerben.
Wir beschließen, jeweils 25 ml von drei verschiedenen Weine zu probieren. Danach gehen wir zu Fuß zum Appartement zurück und lassen den Tag langsam ausklingen.






„Großraumlimousine vom Typ Fiat 500“ 😀 Aber hey, es hat alles reingepasst und niemand musste den Koffer aus dem Fenster nebenher rollen lassen!
Der Flughafen in Singapur sieht hübsch aus – jedenfalls so, dass einem die Zeit nicht übermäßig lang wird.
Das ist absolut richtig. Obwohl wir dort ja sieben Stunden Zeit hatten, wäre uns die Zeit wohl auch ohne den Besuch am Pool nicht lang geworden. Außer dem Schmetterlingsgarten gab es dort auch noch einige andere Gärten, die man hätte besichtigen können. Der Flughafen bietet sogar auch für Transitreisende zweistündige Stadtrundfahrten mit dem Bus an.
Der Flughafen in Singapur ist wirklich schön, da steige ich immer gerne um! Freut mich, dass ihr so früh schon einchecken konntet, das ist dann ja angenehm.
Ja, Singapur wird wohl für uns für zukünftige Reisen auch erste Wahl bleiben, nicht nur wegen der Annehmlichkeiten, die der Flughafen bietet, sondern auch weil über Singapur die Flugzeiten kürzer sind als über Hong Kong oder die Golfregion.