Bevor ich zum Bericht für den heutigen Tag komme, muss ich noch einen Nachtrag zu gestern liefern, den ich schlicht vergessen habe:
Auf dem Weg von Maleny zu unserer Unterkunft in Landsborough sind wir kurz hinter dem Ortseingang von Landsborough in eine Polizeikontrolle geraten. Ich wurde rausgewinkt und nachdem ich angehalten und das Fenster geöffnet hatte, fragte mich der sehr freundliche Officer, ob ich heute schon Alkohol getrunken hätte. Ich habe mir dann besser die Frage verkniffen, ob das in Australien Pflicht ist, wenn man Auto fahren will und wahrheitsgemäß verneint. Dann hielt er mir das Atemalkoholmessgerät unter die Nase und ich musste pusten. Der Test war natürlich negativ, ich wurde freundlich verabschiedet und durfte weiterfahren.
Das war das allererste Mal, dass ich tatsächlich angehalten wurde und pusten musste. Auch in Deutschland ist mir das in den über 45 Jahren, die ich jetzt Auto fahre, noch nicht passiert. Ich habe mir nur gedacht, welchen Aufschrei es in Deutschland wohl geben würde, wenn man anlasslose Atemalkoholkontrollen einführen würde.
Jetzt aber zum heutigen Tag:
Heute ging es wahrlich hoch hinaus. Gestartet sind wir heute in den Glasshouse Mountains, den Glashausbergen mit einer Wanderung auf den Mount Ngungun.

Der Aufstieg ist nicht lang, hat es aber trotzdem in sich. Er beginnt zunächst noch moderat und wir haben Zeit und Luft, die Schönheiten am Wegesrand zu betrachten. Mit zunehmender Höhe wird er aber immer steiler und zum Ende hin sind die Stufen kniehoch und höher.


Nach etwa zwei Dritteln des Wege kommen wir an einer Höhle vorbei, die ein heiliger Platz für das Volk der Kabi Kabi ist.
Schließlich haben wir den Gipfel erreicht. Schon der erste Blick über die letzte Kante ist vielversprechend.

Vom Gipfel aus hat man wirklich ein fantastische Rundumsicht auf die übrigen Berge der Glasshouse Mountains. In der Ferne ist am Horizont – leider verschwommen im Dunst – sogar der Pazifik zu sehen.



Wir halten uns noch eine Weile am Gipfel aus und fotografieren ausgiebig.



Dann machen wir uns wieder an den Abstieg.
Nächste Ziel für heute ist der Glasshouse Mountains Lookout, ein Aussichtspunkt, von dem aus man noch einmal einen Blick auf alle Gipfel der Glasshouse Mountains hat. Auch hier müssen wir mit dem Auto zunächst über eine kurvige Bergstraße die Höhe hinauf, bevor wir den Aussichtspunkt erreichen. Der Blick von dort ist fantastisch.




Inzwischen ist es Mittag geworden und wir picknicken am Aussichtspunkt. Dann geht es auf die nächste Etappe des heutigen Tages. Unser Ziel liegt südlich von Brisbane und um dorthin zu gelangen müssen wir die westlichen Außenbezirke der Stadt befahren. Dort liegt der Mt Coot-tha, auf dessen Gipfel sich ein weiterer Aussichtspunkt befindet. Von dort soll man einen schönen Blick auf die Stadt Brisbane haben.
Es geht also wieder mit dem Auto auf engen Serpentinenstraßen bergauf. Leider fängt es unmittelbar vor unserer Ankunft dort an zu regnen. Der Blick von oben auf die Stadt ist dennoch hervorragend.

Im Café auf dem Gipfel genießen wir noch ein Heißgetränk und jeweils ein kleines Gebäckstück, dann fahren wir weiter zu unserer heutigen Unterkunft. Diese liegt in den Tambourine Mountains auf ca. 560 Metern Höhe, womit wir die größte Höhe für heute erreicht haben. Und natürlich windet sich auch hier auf den letzten Kilometern eine enge und kurvenreiche Straße durch den subtropischen Regenwald bergauf.
Die Unterkunft liegt etwas außerhalb des Ortes und ist daher sehr ruhig. Das Appartement ist toll ausgestattet. Aus dem Gelände befindet sich ein großer Garten, in dem mehrere Avocadobäume und ein Zitrusbusch wachsen, an denen sogar Früchte hängen.






Die Camelot Boutique Accomodation wird unser Ausgangspunkt für die Aktivitäten der nächsten Tage sein. Ihr dürft gespannt sein!
Die Wanderung auf den Mt Ngungun haben wir mit Komoot aufgezeichnet. Hier könnt ihr sie asehen:
