Heute verlassen wir Brisbane und starten unsere Rundreise durch Queensland. Unser Etappenziel heute ist Maroochydore, ein Küstenort an der Sunshine Coast. Doch vorher wollen wir noch ein Museumsdorf besuchen.
Wir stehen also heute etwas früher auf und frühstücken wieder in der Mall. Dann holen wir unsere Koffer aus dem Hotel und fahren mit dem Zug zum Flughafen, um dort den Mietwagen für unseren Roadtrip abzuholen.
Leider ist dieser Wagen wieder über den ADAC bei Sixt gebucht und genau wie in Adelaide gibt es auch hier bei der Abholung des Wagens wieder Ärger. Als allererstes macht uns die Mitarbeiterin von Sixt darauf aufmerksam, dass wir „a very small car“ (ein sehr kleines Auto) gebucht hätten. Sie könne uns aber für 50 australische Dollar pro Tag (ca. 30 €) ein Upgrade anbieten. Über den ADAC habe ich ein Auto der Klasse „small SUV“ gebucht, als Beispiel war ein Mazda CX 3 angegeben. Ich lehne dankend ab und tatsächlich bekomme ich dann – offensichtlich zur Strafe – einen VW Polo, wahrscheinlich das kleinste Fahrzeug, das sie in der Flotte finden konnte.
Dann geht es – wie bereits in Adelaide – darum, dass angeblich die Pannenhilfe (Roadside Assistance) mit dem Mietvertrag des ADAC nicht abgedeckt ist. Auch hier kommt es erneut zu unschönen Diskussionen. Als die Dame dann merkt, dass ich langsam wirklich ärgerlich werde, versucht sie zwar einzulenken, ich komme aber nicht darum herum, etwa 60 € zusätzlich für die Pannenhilfe zu zahlen. Ich beschließe,
- erstens mich nicht weiter zu ärgern und mir dadurch den Urlaub verderben zu lassen,
- zweitens zukünftig nicht mehr bei Sixt zu mieten und
- drittens die Angelegenheit von zuhause aus mit dem ADAC als meinem direkten Vertragspartner zu klären.
Als wir den Wagen dann endlich haben, machen wir uns von Brisbane aus auf den Weg in Richtung Norden. Unsere erste Station ist das Caboolture Historical Village, ein Museumsdorf.
Beim Eintritt in das Museum kommen wir beide zum allerersten Mal in den Genuss, den reduzierten Eintrittspreis für Senioren bezahlen zu dürfen, nachdem wir an der Kasse unsere deutschen Versorgungsausweise vorgelegt haben.
Im Dorf selbst gibt es ca. 70 historische Gebäude und eine Vielzahl von Ausstellungsstücken zu verschiedenen Themenbereichen zu sehen.






















Vieles im Museum wirkt sehr vertraut. Das verwundert aber auch nicht, wenn man bedenkt, dass die ältesten Ausstellungsstücke gerade mal 150 Jahre alt sind und die Menschen, die diese Gegenstände mitgebracht und genutzt haben, zum größten Teil ja aus dem mitteleuropäischen Kulturkreis kamen.
Leider machen wir auch hier die Erfahrung, die wir bei unserer Reise 2024 in Flagstaff Hill gemacht haben, dass viele Ausstellungsstücke in sehr schlechtem Zustand sind. Teilweise wirken die Sammlungen unordentlich und wahllos zusammengetragen und einige Räume sind schlicht überfrachtet.
Dennoch haben wir uns hier drei Stunden aufgehalten.
Dann fahren wir noch etwa 50 km weiter nach Norden nach Maroochydore. Wir versorgen uns bei Aldi mit Vorräten für die kommenden Tage und fahren dann zu unserem gemieteten Appartement. Hier werden wir sehr angenehm überrascht. Gebucht hatten wir ein Appartement mit einem Schlafzimmer. Tatsächlich handelt es sich um ein Appartement mit drei Schlafzimmern, zwei Bädern und allem erdenklichen Komfort.

Das Appartement liegt im dritten Stock eines vierstöckigen Gebäudes mit direktem Blick auf den Maroochy River. Von diesem trennt uns nur eine schmale Grünanlage.
Zur Anlage gehört sogar ein kleiner aber leider unbeheizter Swimmingpool.

Wir trinken zunächst mal einen Kaffee auf dem Balkon. Dabei erhalten wir Besuch von zwei kleinen bunten gefiederten Gesellen, die hier Rosellas genannt werden und uns aggressiv anbetteln.
Als sie merken, dass wir nicht gewillt sind, sie zu füttern, sind sie schnell wieder verschwunden.
Nachdem wir den Kaffee ausgetrunken und unser Gepäck ausgepackt haben, gehen wir an der Uferpromenade entlang in Richtung des Ortszentrums. Inzwischen ist es 17:30 Uhr und es wird auch schon wieder dunkel. Da wir heute Mittag im Museum nur einen kleinen Snack gegessen haben, beschließen wir, etwas früher unser Abendessen zu uns zu nehmen. Dazu besuchen wir heute mal ein nepalesisches Restaurant.
Das Gericht, das wir uns ausgesucht haben, heißt Chilli Rush und besteht aus gebratenen Zwiebeln, Paprika, grünen Chilischoten und Paneer in einer sehr dicken und höllisch scharfen Tomatensoße. Gewürzt ist das Gericht außerdem mit frischem grünen Koriander. Dazu gibt es Fladen, ähnlich wie dünne Pfannkuchen. Es schmeckt sehr lecker, aber für europäische Gaumen ist die Schärfe doch grenzwertig.
Nach dem Essen gehen wir zurück ins Appartement und verbringen noch einen gemütlichen Abend.


